Oppeln, Teil 2.

Oppeln (Opole) ist eine Großstadt an der Oder, die etwa auf halbem Weg zwischen dem oberschlesischen Revier (um Gleiwitz, Beuthen und Kattowitz) und Breslau liegt. Mit ihren knapp 130.000 Einwohnern und als Hauptstadt der Woiwodschaft Opole ist die Stadt ein wichtiges regionales Zentrum.

Namslau ist eine Kreisstadt im flachen Land ein gutes Stück östlich von Breslau.

Die meisten Städte hier in der Region haben ja mehr oder weniger unter dem Weltkrieg gelitten und mußten nach dem Krieg mehr oder weniger wiederaufgebaut werden. Manchmal war das einfacher, weil die Zerstörungen nicht so schwerwiegend waren, manchmal war das ein aufwendigeres Unterfangen. Es gibt aber auch Städte, die nie wieder so richtig aufgebaut wurden. Bernstadt an der Weide (Bierutów) ist so ein Fall.

Oels war schon im 14. Jahrhundert eine wichtige Residenzstadt und ist heute als Oleśnica eine Kreisstadt und mit fast 40.000 Einwohnern ein wichtiges Zentrum in der Ebene nordöstlich von Breslau.

In Goschütz nordöstlich von Breslau residierten die Freiherren von Reichenbach. Kurz nachdem Schlesien preußisch geworden war, ließen sie ab 1755 ein neues Schloß errichten, einen spätbarocken Bau, der zu den prächtigsten Barockschlössern in Schlesien gehörte.

Militsch (Milicz) liegt an der Nordgrenze Schlesiens. Die Kleinstadt war lange Zeit eine Grenzstadt und Zentrum eines Landkreises, der zu den eher abgelegenen Gegenden im Deutschen Reich zählte. Die Hauptsehenswürdigkeit ist die Gnadenkirche.

Rawicz gehört inhaltlich eigentlich gar nicht in diese Tour, denn die Stadt gehörte nie wirklich zu Schlesien.

Trachenberg schreibt sich zwar nicht mit D, aber der Drache ist trotzdem seit jeher das Stadtsymbol und taucht auch im Stadtwappen auf. Der Ortsname war eine Übersetzung aus dem Slawischen; die ursprüngliche Siedlung hieß Smigrod, was auch das altpolnische Wort zmij für Drachen enthält (sagt Wikipedia – ich muß das erstmal glauben, weil ich mein etymologisches Ortsnamenlexikon, ein Klotz von gut einem Kilo Gewicht, natürlich zuhause gelassen habe). Heute heißt die Stadt wieder Żmigród.

Wie viele andere Schlösser in Schlesien wurde auch Dyhernfurth, ein paar Kilometer westlich von Breslau, im Zweiten Weltkrieg zerstört, aber anschließend wieder aufgebaut.
