Kurz die Fakten vorweg: Hiddensee ist eine Insel westlich von Rügen, etwa 19 Quadratkilometer groß und vor allem im Norden durchaus hügelig; die “Berge” erreichen hier bis zu 73 Meter. Kein Hochgebirge also, aber zu Fuß doch ein spürbarer Aufstieg. Der Rest der langgestreckten Insel ist weitgehend flach und sandig.

Hiddensee ist am heutigen Tag der vielleicht einzige Ort in Deutschland, an dem die Sonne nicht scheint. Tja. So ist das manchmal. Aber wenigstens ist das Wetter authentisch für diese Insel, deren Westseite zur offenen Ostsee liegt, weshalb alles, was sich über der Ostsee zusammenbraut, hier quasi ungebremst auf Land trifft. Das bedeutet vor allem: Wind. Und der ist heute mal so richtig kalt, schließlich ist gerade erst Mitte März, aber Reisehasen haben ein dickes Fell. Und die Feier zum St. Patrick’s Day gestern Abend ist etwas aus dem Ruder gelaufen; da merkt man den Wind auch nicht so. Also auf zum Inselrundgang! Der startet in Vitte, wo die Fähre nach etwa einer Dreiviertelstunde ruhiger Fahrt anlegt.

Im Hafen von Vitte liegt ein Segelschiff, die Petrine, die etwas besonderes ist und sogar ihren eigenen Wikipedia-Eintrag und ihre eigene Homepage hat. Darin ist zu lesen: Es ist ein Ewer, dieser Segelschifftyp, den man als Binnenländer eigentlich nur aus dem Kreuzworträtsel kennt. Genauer: Ein See-Ewer, und wenn man das ohne Bindestrich schreibt (“Seeewer”), versteht es niemand mehr. Die Petrine wurde 1909 gebaut und ist voll seetüchtig.

Bei Vitte wirft der Reisehase dann einen Blick auf Strand und Meer. Bei dem starken Wind und Wellengang ist mehr als ein kurzer Strandspaziergang aber nicht drin. Ich glaube, bei dem Wetter würden nicht mal die Iren ins Meer hüpfen. Jedenfalls nicht viele.


Also haben die Möwen und die vereinzelten Spaziergänger den schönen breiten Strand weitgehend für sich.




Von Vitte marschiert der Reisehase in Richtung Norden, aber nicht am Strand entlang, sondern auf der windabgewandten Seite der Insel. Richtig gemütlich ist es heute aber auch hier nicht. Und den knorrigen Pflanzen, die hier wachsen, sieht man den ständigen Kampf gegen die Witterungsbedingungen auch an.

Am Nordende von Vitte steht das Haus “Karusel”, in dem die Schauspielerin Asta Nielsen, ein großer Star der Stummfilm-Ära, wohnte.

Hier noch Bilder von der Landschaft auf der Ostseite der Insel, also der Seite in Richtung Bodden. Dort liegen flache, sumpfige Wiesen und kleine Tümpel und Teiche.

