Von Ribnitz-Damgarten zieht sich die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst weit hinaus ins Meer und bildet die westliche und nördliche Begrenzung des Saaler Boddens.

Die Halbinsel ist dreigeteilt, was man an den drei verschiedenen Namen erkennen kann. Fischland ist ein schmaler Streifen Land, der die Verbindung mit dem Festland herstellt.

Dieser Teil reicht bis Ahrenshoop, wo früher, wieder einmal, die Grenze zwischen Mecklenburg und (Schwedisch-)Pommern war. Ab Ahrenshoop bis nach Prerow heißt die Halbinsel dann Darß.

Östlich von Prerow, jenseits des Prerower Stroms, folgt dann der Zingst.

Auf den Bildern sind die drei Teile nicht zu unterscheiden: Die Außenseite ist auf nahezu der gesamten Halbinsel ein langer, langer Sandstrand.


Auf der Innenseite, am Bodden, gibt es Schilfzonen und Feuchtwiesen, die bei diversen Wasservogelarten sehr beliebt sind.


Ahrenshoop, am Übergang von Fischland zum Darß, ist ein Künstlerdorf, seit sich hier gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine Künstlerkolonie bildete. Hier lebte zum Beispiel – etwas später allerdings – Fritz Koch-Gotha, der Autor der “Häschenschule”, dem man in Rostock übrigens ein Denkmal mit Hasenlehrer und Hasenschüler gesetzt hat, wie ich gerade gelesen habe, weshalb Rostock nun wieder auf meiner Reise-Wunschliste steht, obwohl ich da ja schon war.

Born a. Darß (“auf dem Darß”) liegt auf der Innenseite am Bodden und hat einen kleinen Hafen und noch ein paar Anlegestellen im Schilf.

Auch hier sind Künstler am Werk – vielleicht werden aber auch seltene Schaf-Arten mit blauem Fell gezüchtet, wer weiß.

Überall auf der Halbinsel stehen hübsche reetgedeckte Häuser.

Während Fischland und Zingst jeweils schmal und langgestreckt sind, verbreitert sich die Halbinsel im Darß deutlich. Die Kernzone ist hier bewaldet.

Der Zingst war bis 1874 noch eine eigene Insel. Dann wurde der Prerower Strom auf der Ostseeseite geschlossen, erst durch Versandung während eines Ostseehochwassers, dann durch einen Deichbau. Vom Zingst gibt es keine natürliche Verbindung zum Festland. Aber eine künstliche: Die Meiningenbrücke, eine Drehbrücke über den 500m breiten Meiningenstrom. Hier kommt man von Zingst zurück zum Festland bei der Kleinstadt Barth, die ja gestern schon Thema in einem der Beiträge war.