Monschau

Monschau hieß bis 1918 noch Montjoie, bevor man den Namen recht ruppig phonetisch eingedeutscht hat. Die korrekte Übersetzung wäre ja eigentlich Freudenberg gewesen. Das Städtchen nahe der belgischen Grenze liegt sehr idyllisch im Tal der Rur, die sich hier in zahlreichen Kurven durch die Nordeifel gegraben hat.

Monschau zieht damit und mit seinem hübschen Stadtbild viele Touristen an und kann es sich daher offensichtlich leisten, schon weit draußen am Stadtrand und also an Stellen, an denen man von der Stadt noch gar nichts sehen kann, durchaus üppige Parkgebühren zu verlangen. Die Stadt ist trotzdem auch an einem Freitagnachmittag gut besucht (wobei etwas später ein Regenschauer die Straßen recht schnell leerfegt). Die Touristen kommen auch aus den westlichen Nachbarländern: Die Niederlande sind nicht weit, und Belgien liegt quasi direkt vor der Haustür.

Der Reisehase parkt übrigens kostenlos. Denn der Reisehase reist vorbereitet. 🤫😉 Nach einem kleineren Spaziergang kommt er auch in der Innenstadt an. Die bietet in der Tat viele schöne Ecken: Viel Fachwerk und ein wenig Barock.

Im Zentrum steht das Rote Haus, das wie ein Schloß aussieht, aber kein Adelswohnsitz war, sondern das Haus der Textilfabrikanten-Familie Scheibler.

Ansonsten: Fachwerk, wohin man schaut.

Monschau hatte bei der Flut 2021 übrigens Glück, im Gegensatz zu vielen anderen Orten hier in der nördlichen Eifel. Die Schäden, die die Rur hier anrichtete, waren verhältnismäßig gering. Kein Vergleich mit dem Ahrtal.

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