Ostwestfalen

Das Reisehasen-Reisejahr 2026 ist hiermit eröffnet, wenn auch nicht mit einem besonders exotischen Reiseziel: Es geht für ein Wochenende nach Ostwestfalen. Und weil der Kieler Stadionhase beim Pokalspiel am vergangenen Mittwoch flächendeckend für Begeisterung gesorgt hat, startet auch der Reisehase mit einem Hasenbild:

Wie man auf den Bildern sehen kann, liegt in Ostwestfalen gerade flächendeckend Schnee. Auch heute ist der Himmel zwar grau, aber es bleibt trocken, und die Straßen sind sowieso frei, die Gehwege auch. Wir sind hier ja nicht in Berlin…

Dieser prächtige Fachwerkbau, das Herrenhaus der Wasserburg Haus Werburg, steht in Spenge, einer Kleinstadt im Ravensberger Land. Am Teich neben der Burg, der vom Spenger Mühlenbach gespeist wird, sieht man, daß es hier in letzter Zeit ziemlich kalt war.

Das Zentrum von Spenge ist nicht allzu groß; Mittelpunkt des Ortes ist die gotische Martinskirche.

Den Ortsnamen Spenge kennt man am ehesten als Anhänger von Arminia Bielefeld, weil es ein Fan-Banner gibt, auf dem groß SPENGE steht. Das Banner und sein Besitzer sind bei nahezu allen Arminia-Spielen präsent. Ich war mal bei einem Freundschaftsspiel gegen den Wolfsberger AC in Brückl in der Steiermark (weil ich rein zufällig – ich schwör! – in der Nähe war), und da hing das Banner auch. Bielefeld ist nur etwa 15 Kilometer von Spenge entfernt, und natürlich ist das hier Arminia-Revier.

Die Nachbarstadt von Spenge ist Enger, dessen Stadtgebiet im Süden an Bielefeld, im Osten an Herford grenzt. Auch hier steht eine gotische Kirche, die zum Stift Enger gehörte, das 947 von der ostfränkischen Königin Mathilde gegründet wurde.

In der Stiftskirche ist das Grab von Herzog Widukind, einem sächsischen Adeligen, der im 8. Jahrhundert gegen die Franken (also gegen Karl den Großen) kämpfte und schließlich unterlag. Damit wurde Sachsen fränkisch – und die Sachsen zu Christen. Jedenfalls die Sachsen, die in den Sachsenkriegen Karls nicht niedergemetzelt worden sind. Ob Widukind allerdings wirklich in der Stiftskirche bestattet ist, ist nicht klar; die Fakten sind spärlich. Enger nennt sich trotzdem Widukindstadt.

Am Kirchplatz, der typisch westfälisch kreisrund um die Kirche liegt und von einem Ring Häuser umgeben ist, gibt’s auch ein Widukindmuseum.

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