Soest

Am Hellweg, einer uralten und schon im frühen Mittelalter wichtigen und vielgenutzten West-Ost-Verbindung, liegt Soest.

Die Stadt lag in einer fruchtbaren Gegend, es gab direkt nebenan (im heutigen Bad Sassendorf) Salzquellen, und so entwickelte sich im Mittelalter eine bedeutende Handelsstadt, die sich in der Soester Fehde von 1444-49 erfolgreich ihre Freiheitsprivilegien gegenüber den Kölner Erzbischöfen erkämpfte. Und wer sich gegen den Kölner Klerus stellt, hat ja per se schon mal alle meine Sympathien. 😉

Der Salzhandel und der Beitritt zur Hanse sorgten in Verbindung mit den Freiheitsrechten einer Reichsstadt für großen Wohlstand, was sich im Stadtbild noch ablesen läßt.

Daß die Stadt heute dennoch “nur” 50.000 Einwohner hat, liegt am Niedergang nach dem Dreißigjährigen Krieg, in dem Soest schwer zu leiden hatte. Dafür hat sich die Altstadt hervorragend erhalten und ist heute als komplettes Ensemble eine echte Sehenswürdigkeit.

Im Zentrum stehen die beiden großen Kirchen, die Petrikirche (oben im Bild rechts) und das Stift St. Patroklus mit dem wuchtigen Turm und dem Westwerk aus dem 11. Jahrhundert.

Wer übrigens glaubt, die Bilder hätten einen Grünstich: Nein. Das ist die Farbe des Steins, ein Grün. Ein graues Grün. Mit Gelb. Eine Art Gelbgraugrün. Herr Blöhmann aus Loriots Eheberatungs-Sketch wäre begeistert.

Direkt daneben, ohne Grüntöne, aber auch sehr schön: Das Rathaus.

An Fachwerk fehlt es auch nicht.

Ich fand es ja immer erstaunlich, daß es 1955 sogar ein eigenes Merian-Heft zu Soest gab. Jetzt weiß ich warum…

Fazit des Reisehasen: Umwerfend!

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