Perl

Ziemlich genau zehn Kilometer lang ist der saarländische Anteil am Moselufer. Dieser Flußabschnitt gehört komplett zur Gemeinde Perl, die aus insgesamt 14 Ortsteilen besteht, von denen aber nur wenige die 500-Einwohner-Marke überschreiten. Der namensgebende Ort Perl liegt auf einer Terrasse oberhalb des Moseltals.

Die einzige Weinbaugemeinde des Saarlandes liegt direkt im Dreiländereck zu Frankreich und Luxemburg. Das auf der gegenüberliegenden Moselseite gelegene Schengen setze ich als bekannt voraus (zumal der Reisehase 2018 schon dort war). Um Perl, Oberperl und Sehndorf herum liegen die Weinberge, wie hier der Sehndorfer Marienberg.

Die wichtigste der Perler Weinlagen ist aber der direkt an der Grenze gelegene… Perler Hasenberg! Es gibt hier einen Weinlehrpfad, und im Ort kann man den Perler Hasenberg auch kaufen, in Form zum Beispiel von Chardonnay oder Grauburgunder.

Im kleinen Ortszentrum von Perl, das sich um die Pfarrkirche St. Gervasius und Protasius gruppiert, steht das große Palais von Nell aus dem Jahr 1733 mit einem dazugehörigen öffentlich zugänglichen Barockgarten.

Von hier braucht man nur ein wenig den Berg hinaufzusteigen, um auf den Mosel-Höhenwanderweg zu kommen, der von Perl über 240 Kilometer bis nach Koblenz führt.

Der erste Streckenabschnitt bietet sofort wunderschöne Aussichten ins Moseltal und ins Dreiländereck: Im Bild links ist Frankreich mit den Orten Apach im Vordergrund und Sierck-les-Bains im Hintergrund. Jenseits der Mosel ist Luxemburg.

Und das Allerschönste: Im Gegensatz zu Moses auf dem Berg Nebo kann der Reisehase das gelobte Land nicht nur sehen, sondern auch betreten. Denn mit ein bißchen Ortskenntnis kommt man ganz problemlos über die Grenze, die zum Zeitpunkt, als ich hier war, offiziell ja noch gesperrt war. Bienvenue en France! 🙂

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