Warnemünde

Rostock liegt ja etwas landeinwärts an den letzten Flußkilometern der Warnow, die sich im Stadtgebiet zu einem Mündungstrichter verbreitert und im Bereich des Stadthafens schon eher wie ein großer See aussieht. Der vorgelagerte Küstenort ist Warnemünde, ein Stadtteil der Hansestadt. Das ursprüngliche Fischerdorf gehörte schon im 14. Jahrhundert zu Rostock, das sich durch den Erwerb des Ortes den ungehinderten Zugang zur Ostsee sicherte.

Warnemünde ist ein typisches Seebad, wie sie hier an der Ostseeküste häufig anzutreffen sind: Heiligendamm, Kühlungsborn etc. liegen nur ein paar Kilometer entfernt. Allerdings lädt die Ostsee heute nicht zum Baden ein. Naja, es ist der 9. März – der Reisehase, ohnehin kein fanatischer Schwimmer, hatte da aber auch keine großen Ansprüche an die Wassertemperatur, die an diesem Tag 5°C betrug. Das nur als Information für die ganz Eisernen.

Wie man in diesem Bild schon sieht, ist vor allem das 19-stöckige Hotel Neptun prägend für die Ortsansicht. Es wurde 1971 errichtet und ist heute mit Panorama-Café und Skybar in den obersten Stockwerken einer der Anlaufpunkte Warnemündes.

An der Uferpromenade stehen die eigentlichen Wahrzeichen des Seebades: Der Leuchtturm von 1898 und ein Pavillon von 1968 mit schöner Dachkonstruktion, dem man den Namen Teepott verpaßt hat. Das von Ulrich Müther entworfene Gebäude zählt zur Liste der “Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland” mit derzeit 23 Objekten (Liste bei Wikipedia), die alle einen Besuch lohnen und von denen ich mehr als die Hälfte schon sehen konnte.

Der Leuchtturm ist grundsätzlich auch für Besucher geöffnet, allerdings erst ab Ostern, so daß ich a) zu früh dran bin und b) vermutlich ohnehin im falschen Jahr hier auftauche, weil das dieses Jahr an Ostern mit Sicherheit nichts mehr wird mit der Saisoneröffnung… ☹

An der Hafeneinfahrt stehen zwei weitere Leuchttürme, die Molenfeuer.

Und ansonsten kann man schön am breiten und langen Sandstrand oder an der Strandpromenade entlanggehen – jedenfalls wenn einen der Wind nicht stört. Ansonsten sollte man heute vielleicht besser zum Drachensteigen hierherkommen.

Photographieren geht aber auch, weil man ja den Wind nicht sieht. Der Reisehase kommt dann aber nur an explizit windgeschützten Stellen mit aufs Bild oder hält sich gut fest. 🙂

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