Neunkirchen und Gloggnitz

Schon in Purgstall hatte ich mich ein wenig wie zuhause im Saarland gefühlt: Der Ort gehört zum Bezirk Scheibbs, und deshalb fährt man dort mit SB auf dem Kennzeichen herum. Noch größer ist die Übereinstimmung bei NK: Das steht nämlich in Deutschland und in Österreich für Neunkirchen. Wie bei der saarländischen Stadt leitet sich der Ortsname auch hier in Niederösterreich natürlich nicht vom Zahlwort neun ab, sondern bedeutet “neue Kirche”.

Neunkirchen, mit einer kleinen hübschen Innenstadt um den zentralen Hauptplatz, liegt im Tal der Schwarza.

Etwas weiter westlich folgt Gloggnitz. Erster Halt hier:

Am Lindt-Werksverkauf vorbeifahren? Geht gar nicht! Und so landen im Kofferraum mehrere Kilo Schokolade. Da die Temperaturen ja seit Tagen um die 30-Grad-Marke pendeln und auch kein Wetterumschwung in Sicht ist, habe ich nun für den Rest der Reise ein Problem…

Aber der Reisehase ist ja nicht doof: Rauf auf den Semmering! In über 1000m Höhe haben die preislich erheblich reduzierten Lindt-Hasen eine reelle Chance, nicht als Schoko-Klumpen zu enden. Vorher aber noch ein Rundgang durch Gloggnitz (und das Auto schön in den Schatten gestellt).

Es gibt hier ein etwas außerhalb gelegenes Schloß, eine alte Kapelle im Stadtzentrum…

…und die 1933-34 errichtete Pfarrkirche Christkönig von Clemens Holzmeister. Wer schon mal im saarländischen Merchingen oder Brotdorf war, wird den Stil des Architekten wiedererkennen:

Hasenblog-Lesern ist Holzmeistet auch in Bregenz begegnet (Sanatorium Mehrerau). Wie üblich bei Holzmeister ist der Innenraum eher schlicht, aber auf Raumwirkung ausgelegt. In Gloggnitz funktioniert das ganz prima.

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