Val d’Ajol

Das Val d’Ajol ist ein etwas abgelegenes Seitental am westlichen Rand der Vogesen. Erstaunlicherweise war dieses Tal trotz seiner Lage relativ stark industrislisiert; im 19. Jahrhundert stand in der Stadt Le Val-d’Ajol ein großes Eisenwerk, was den Ort damals zur drittgrößten Stadt des Départements Vosges anwachsen ließ. Von der einstigen Größe zeugt noch das mächtige Hôtel de Ville.

Heute geht es hier ruhig zu. Am dem kleinen Platz im Ortszentrum findet man die Kirche, ein Bistro und ein paar Metzgereien. In letzteren kann man eine bekannte lokale Spezialität kaufen – wenn man sich traut. Andouille nämlich ist eine stark gewürzte geräucherte Wurst ausschließlich aus Innereien. Sie verschafft dem Ort immerhin das Label “Site remarquable du goût”.

Das Tal ist aber beileibe keine Industriebrache, sondern vor allem ein schönes Wandergebiet mit viel Natur. So kann man gleich mehrere Wasserfälle ansteuern: Die Cascade du Géhard zum Beispiel, eigentlich gar kein echter Wasserfall, sondern eher eine Folge von kleinen Stufen…

…und die Cascade de Faymont mit etwas größerer Fallhöhe.

Auf den Höhen am Talrand liegt Girmont-Val-d’Ajol, ein Weiler, der aus ein paar Häusern besteht und sich im Winter in ein kleines Ski-Langlauf-Zentrum wandelt.

Sehr hübsch, findet der Lapin Vosgien.

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