Tarquimpol und der Étang de Lindre

Jetzt wird’s aber höchste Zeit für eine kurze Tour nach Frankreich. Die letzte ist ja schon fast drei Monate her… 😉 Im Osten Lothringens liegt eine große und weitverzweigte Seenlandschaft. Stauseen wie der Stockweiher oder der Mittersheimer Weiher dienen als Speicherbecken für den hier parallel zur Saar verlaufenden Saar-Kohlen-Kanal, der die Saar mit dem Rhein-Marne-Kanal und damit mit dem dichten Netz französischer Wasserstraßen verbindet.

Der Étang de Lindre (Linderweiher), mit seinen etwa 6 qkm einer der größten Seen dieser Gegend, entstand schon im Mittelalter und ist heute Mittelpunkt eines großen Natur- und Vogelschutzgebietes. Man hat dort 248 Vogelarten gezählt, und so kann man an diesem kalten, aber sonnigen Wintersamstagmorgen hier sowohl Vögel als auch Vogelbeobachter beobachten. Eine der Vogelarten ist übrigens der Weißstorch, der ja gerne mal so exponiert in der Gegend rumsteht, daß das Beobachten nicht viel Aufwand erfordert.

Man kann hier bei einer Wanderung aber auch einfach nur die schöne Landschaft genießen.

Auf einer weit in den See hineinragenden Halbinsel liegt der kleine Ort Tarquimpol, der heute gerade einmal 63 Einwohner zählt, aber schon zur Römerzeit bestand und damals ein großes Amphitheater besaß. Davon ist nichts erhalten. Auf einem Hügel steht aber die hübsche Dorfkirche mit ihrem runden Glockenturm.

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