Siedlungen der Berliner Moderne

Es ist ja aktuell das Bauhaus-Jahr, da kann man natürlich nur schwerlich aus Berlin erzählen, ohne auf die Siedlungen der Berliner Moderne einzugehen. Während der Oktober-Tour hatte ich darauf einen Schwerpunkt gelegt.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden in Berlin mehrere Großsiedlungen, mit denen der eklatanten Wohnungsnot in der Hauptstadt begegnet werden sollte. Es waren Siedlungen des sozialen Wohnungsbaus, aber trotzdem wurden die führenden Planer und Architekten der Zeit engagiert: Bruno Taut, Martin Wagner, Walter Gropius, Hans Scharoun… Im Stil der klassischen Moderne und des an das Bauhaus angelehnten Neuen Bauens errichtet, zählen sechs dieser Siedlungen seit 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Großsiedlung Siemensstadt, 1929-31 vor allem für die Arbeiter des benachbarten Siemens-Werkes errichtet, liegt im heutigen Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Am Jungfernheideweg steht der von Walter Gropius entworfene Trakt.

Die langgestreckte (fast 500 Meter), leicht geschwungene Reihenhauszeile entlang der Goebelstraße wurde von Otto Bartning entworfen und erhielt von den Berlinern den Spitznamen “Langer Jammer”.

Sehr hübsch ist auch die im Stadtteil Reinickendorf errichtete Weiße Stadt:

In Britz, südlich der Spree, steht die berühmte Hufeisensiedlung, entstanden nach Entwürfen von Bruno Taut und Martin Wagner und die wohl bekannteste der Berliner Großsiedlungen. Der zentrale Bauteil ist ein hufeisenförmiger, etwa 350 Meter langer Trakt, in dessen Mitte ein kleiner Park mit Teich angelegt ist. Weitere Häuserzeilen gehen strahlenförmig vom Zentralteil der Siedlung aus; hier hat die Siedlung den Charakter einer typischen Gartenstadt. Da müßte ich jetzt eigentlich ein Luftbild posten, aber ich habe keines. Nebenan im Internet gibt’s aber welche. Hier der Blick von der offenen Seite in das Innere des Hufeisens:

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