Zillertal

Ein neuer Tag, ein neues Tal: Im Gegensatz zu Stubai- und Ötztal ist das Zillertal tatsächlich nach dem Fluß benannt, der es bildet: Der Ziller kommt aus den Zillertaler Alpen und mündet nach 56 km bei Strass in den Inn.

Ich arbeite mich mal von unten nach oben durchs Tal und beginne in Fügen.

In dem kleinen Ort steht ein Schloß der Grafen Dönhoff. Hier wurde Musikgeschichte geschrieben, aber nicht durch die Zillertaler Schürzenjäger! Das Tal hat eine lange Tradition an Volksmusik-Chören, und ein solcher trug 1822, als Kaiser Franz I. und der russische Zar Nikolaus I. im Schloß weilten, das sogenannte “Tiroler Lied” erstmals öffentlich vor, das erst seit kurzem im Repertoire des Chores war und das der Fügener Orgelbaumeister Karl Mauracher aus Oberndorf am Inn mitgebracht hatte. Erst kurz zuvor hatte Joseph Mohr einen Text verfaßt, der dann von Franz Xaver Gruber vertont worden war: “Stille Nacht”, so der Beginn des Liedes, ging so von Fügen aus in die Welt.

Daran erinnert ein Museum in der ehemaligen Widumspfiste: (Widum=Pfarrhaus, Pfiste=Bäckerei). Schreibt’s Euch hinter die Löffel, ich frage das später ab. 😁

Einer der Hauptorte des Tales ist Zell am Ziller, mit Pfarrkirche mit ewig langem und spitzem Turm:

Der andere wesentliche Ort ist Mayrhofen. Hier endet die von Jenbach unterhalb des Achensees kommende Strecke der Zillertalbahn. An den Wochenenden verkehren hier noch Dampfzüge.

Mayrhofen hat viele alte (oder mindestens auf alt gemachte) Gebäude im Zentrum, das hauptsächlich aus Hotels und Gaststätten besteht. 

Es gibt aber auch moderne Architektur, wie das Europahaus…

…oder die Talstation der Penkenbahn.

Das Ortswappen von Mayrhofen ziert ein Alpensteinbock, und so steht das Wappentier dann auch prominent auf dem Platz vor der Kirche.

Hinter Mayrhofen endet die bis hierher recht breite und flache Talzone, und es zweigen mehrere enge Täler ab, darunter auch das Tuxer Tal. 

An dessen Ende liegt Hintertux, und hinter Hintertux geht es per Auto nicht mehr weiter, aber per Bergbahn: Der Hintertuxer Gletscher ist ein Ganzjahres-Skigebiet. Wobei ich jetzt, an einem sommerlich warmen Tag nach einem langen Winter, so überhaupt keine Lust hätte, den ganzen Tag im Schnee herumzurutschen.

Man kann hier den kurzen Wasserfall-Wanderweg abgehen und kommt zum Kesselfall.

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