Garmisch-Partenkirchen

Mit dem benachbarten Markt Garmisch-Partenkirchen ist Grainau fast zusammengewachsen. Das Wintersportzentrum hat unverständlicherweise nicht das französische Gap als Partnerstadt (sondern Chamonix, was natürlich auch wieder passend ist).

Der Doppelort entstand 1935, als Garmisch und Partenkirchen im Zuge der Vorbereitungen auf Olympia 1936 zwangsvereinigt wurden.

Im Zentrum findet man einige hübsche alte (oder vielleicht auch nur auf alt gemachte?) Häuser. 

Auf dem zentralen Platz vor dem Kongreßhaus erinnert der Brunnen mit den drei Frauenfiguren Elektra, Salome und Daphne an den großen Komponisten Richard Strauss, der zwar in München geboren wurde, aber hier ein Landhaus besaß, in dem er unter anderem die großartige Alpensinfonie komponierte. 

Der neben dem Kongreßhaus gelegene Kurpark ist nach dem in Garmisch geborenen Schriftsteller Michael Ende benannt. Bild: Kurhaus.

Etwas außergalb liegt das Skistadion, das schon bei den Olympischen Spielen 1936 genutzt wurde und für die ebenfalls nach GAP vergebenen Spiele des Jahres 1940 ausgebaut wurde. Die dann ja bekanntlich aus Gründen nicht mehr stattfanden.

Zum Skistadion geht man vom Zentrum aus eine knappe halbe Stunde; der Weg führt bald aus dem baustellengeplagten Ort hinaus und durch sattgrüne Wiesen und Weiden.

Das Schild an der Hütte warnt übrigens vor Kreuzottern.

Garmisch-Partenkirchen ist auch dank der anspruchsvollen Kandahar-Abfahrt eine feste Größe im alpinen Ski-Weltcup. 

Und natürlich für die Sprungschanzen, auf denen das zweite Springen der Vierschanzentournee ausgetragen wird. 

Die Normalschanze (ein Stahlgerüst-Bau) wird überragt von der vor ein paar Jahren komplett neu errichteten, 15 Millionen Euro teuren und stilistisch extravaganten Großschanze, die die alte Olympiaschanze ersetzte. Hier findet jedes Jahr das Neujahrsspringen statt.

Seltener Einblick: Sprungschanze von unten.

Würde da nie runterspringen und betrachtet das Ganze daher lieber von unten: Reisehase.

Als Abschluß des Tages war eigentlich noch ein Besuch des Klosters Ettal geplant. Aber die wollen dort drei Euro Parkgebühr (0-24 Uhr), und zwar nicht nur im Ortszentrum am Kloster, sondern auch weit außerhalb auf unbefestigten Plätzen irgendwo am Acker. Das dürfen sie natürlich, aber ich darf es dann unanständig finden und Ettal wieder den Rücken kehren. Auch andere Orte haben schöne Klöster. Und da es kein Zisterzienserkloster ist, war es ja ohnehin kein Pflichtprogramm. 😊

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*