Biberach an der Riß

Ich starte in Biberach. Bei minus vier Grad und spürbarem Ostwind verspricht der Tag nicht allzu gemütlich zu werden. In der Stadt begrüßt man sich daher auch mit “S’isch scho bärig kalt”. Ha joh.

Der Stadtbesuch macht aber trotzdem Spaß, denn Biberach ist eine freundliche, angenehme und sehr hübsche Stadt. Vom Weißen Turm, einem Teil der Stadtbefestigung, blickt man über das mittelalterliche Zentrum.

Hier in Biberach ist übrigens Christoph Martin Wieland geboren, der Dichter, dessen Verserzählung “Oberon” wir ja ganz bestimmt alle gelesen haben.

Nicht? Echt nicht? Hm. 😉

Im schon 1686 gegründeten Biberacher Theater, führte er jedenfalls erstmals in Deutschland Shakespeares “Der Sturm” in deutscher Sprache auf.

Zentrum der alten Reichsstadt ist der schöne Marktplatz mit seinen barocken Häusern und ein bißchen Fachwerk.

Biberach entwickelte dank der Textilherstellung einigen Wohlstand; im Weberviertel hat sich noch ein Ensemble alte Häuser erhalten. Die Stadtpfarrkirche ist eine Simultankirche, wird also von Katholiken und Protestanten gleichzeitig genutzt – und das schon seit 1548. Keine Selbstverständlichkeit.

Der Innenraum wird aktuell restauriert, aber einen Blick auf das Deckenfresko kann ich trotzdem werfen.

Trotz des sibirischen Wetters: Dem Reisehasen gefällt’s hier.

Edit (30.01.2019): Erratum.

Ich schrieb, Christoph Martin Wieland sei in Biberach geboren worden. Das stimmt aber gar nicht – er wurde 1733 im Pfarrhaus in Oberholzheim geboren (etwa 30 Kilometer nördlich von Biberach). Die Familie Wieland zog aber 1736 nach Biberach, weil Wielands Vater dort eine Stelle als Siechenprediger erhalten hatte.

6 Kommentare zu „Biberach an der Riß

    1. Bin leider schon weitergezogen; ich poste gerade mit 24h Verzögerung, weil die Internetverbindung hier auf dem Land … wie drücke ich’s aus… naja, nicht existiert. 😉

    2. Hm. Falsch ausgedrückt. In Biberach hätte ich natürlich Internet gehabt. Aber als ich abends in Renhardsweiler den Beitrag schreiben wollte, nicht mehr.

    1. Bien sûr que j’ai emporté mes gants. 😉 Sinon, j’aurais perdu plusieurs doigts par des congélations… Le dimanche matin, ça faisait -11°…❄☃️🐧

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