Parma

Die Gourmets können streiten, ob nun der Parmaschinken oder der Käse (in D als Parmesan bekannt, auch wenn da vieles, was als solcher verkauft wird, eher Sägespäne sind) das kulinarische Aushängeschild der Stadt ist. Gleich zwei solcher Spezialitäten kann jedenfalls auch nicht jede Stadt aufweisen. 

Ansonsten ist das Stadtbild ganz nett, kommt aber von der Atmosphäre her – meinem unmaßgeblichen Eindruck zufolge – nicht an z.B. Ravenna oder Ferrara ran. Was jetzt aber nicht heißen soll, Parma sei unansehnlich.

Eine Stadt der Künste und der Künstler ist Parma auch. Am Parco Ducale steht z.B. das Geburtshaus von Arturo Toscanini. 

Ebenfalls hier geboren sind Giuseppe Verdi und der Renaissancemaler Antonio da Correggio, der die Vierungskuppel des (auch sonst üppig ausgestatteten) Doms mit Fresken ausgemalt hat. 

Neben dem Dom steht das Baptisterium mit Fassade aus rosa Marmor, das als bedeutendstes romanisches Baudenkmal Italiens gilt.

In direkter Nachbarschaft steht San Giovanni Evangelista, ebenfalls mit Correggio-Fresken, sowie die daran angebaute historische Apotheke.

Hier fließt eigentlich die Parma, ein Nebenfluß des Po. Die ist aber wohl noch im Sommerurlaub. 

Eine Kartause gab es in Parma übrigens nie; das titelgebende Kloster in Stendhals Roman war San Martino di Bocci, ein… Zisterzienserkloster (allerdings weit außerhalb der Stadt gelegen – da bin ich leider nicht hingekommen). Beim nächsten Mal dann. 😉

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