Constantia

Im Französischen heißt der Bodensee “Lac de Constance”, ist also nach der Stadt am Ausfluß des Rheins aus dem Obersee benannt. Diese wiederum hat ihren Namen vom römischen Kaiser Constantius.

Die schöne Altstadt um das Münster liegt südlich des Rheins direkt an der Schweizer Grenze und bietet eine Menge an alten Häusern, teilweise noch mit Fassadenmalereien aus der Renaissancezeit.

1414-18 fand in diesem Gebäude (und im Münster) das Konstanzer Konzil statt.

Im Zuge dessen wurde unter anderem Papst Martin V. gewählt (die einzige Papstwahl nördlich der Alpen) sowie dem tschechischen Reformator Jan Hus der Prozeß gemacht (nicht der einzige Prozeß dieser Art nördlich der Alpen). Hus wurde in Konstanz auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Was während des Konzils Hochkonjunktur hatte, war die Prostitution. Daran erinnert seit 1993 die Imperia am Hafen.

Die Figur dreht sich in vier Minuten um die eigene Achse und trägt auf ihren Händen einen nackten weltlichen Herrn und einen ebensowenig bekleideten Kleriker (die Figuren werden allgemein als Kaiser und Papst gedeutet). Daß die Figur heftig umstritten war, wundert daher nicht. Heute ist sie vielbesuchtes Photomotiv.

Mit der Gesamtsituation auch bei Nebel zufrieden: Der Reisehase.

2 Kommentare zu „Constantia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*